Schlusserklärung der 2. Regionalkonferenz „Aktiv gegen Rechts“

Heute haben sich erneut über hundert Aktivisten und Unterstützer der Basisbewegung „Aktiv gegen Rechts“ in der Region Aachen zu einer ganztägigen Konferenz getroffen.

Die vergangenen Wochen in der Region waren geprägt von den Blockaden und Demonstrationen gegen eine anti-muslimische NPD Kampagne, die sich gegen den bevorstehenden Bau einer neuen Moschee in Aachen richtet. Die NPD nutzte die Aufmerksamkeit, die das Thema durch die Buchveröffentlichung des Ex-Bundesbankvorstandsmitglieds Thilo Sarrazin erhält.

In Zeiten, in denen Milliarden Steuergelder in von Managern und Aktienbesitzern geplünderte Banken gesteckt werden und die Umverteilung gesellschaftlichen Reichtums von den Ärmsten in die Taschen von eh schon Reichen einen weiteren Höhepunkt erreicht, soll die Debatte um Muslime und ihre Gebetsstätten ablenken – ablenken von der Notwendigkeit, eine Wirtschaftsordnung zu gestalten, die den Bedürfnissen der Mehrheit der hier lebenden Menschen entspricht.

Auf der ersten Konferenz vor einem Jahr hatten wir davor gewarnt, dass der Neofaschismus in der Region eine kriminelle Qualität erreicht hat. Mittlerweile sind unsere Warnungen eine offensichtliche Realität geworden: Antisemitische Schmierereien am jüdischen Friedhof in Aachen („Juden ins Gas“), systematische tätliche Angriffe der Neonazis in der ganzen Region, überall rassistische und volksverhetzende Aufkleber und Schmierereien, Morddrohungen und Attentate auf Privatwohnungen.

Leider haben die zuständigen Stellen die Ereignisse oft unzureichend behandelt. Die Justiz hält es für ihre vornehmste Pflicht, den Neonazis für ihre Hetze immer aufs Neue ein Demonstrationsrecht zu gewähren. Die Aufarbeitung der kriminellen Delikte der Neonazis lässt oft jahrelang auf sich warten. Die Polizei konnte erst nach Hinzuziehung von BKA und LKA Erfolge gegen wenigstens zwei Neonazis vorweisen, denen die Vorbereitung des Einsatzes von Sprengmitteln vorgeworfen wird. Die Staatsanwaltschaft hielt die Morddrohungen gegen einen Aussteiger aus der Naziszene sowie andere aktive AntifaschistInnen für „Teil der freien Meinungsäußerung“. Diese Signale haben die Neonazis so verstanden, dass sie in der Region tun und lassen können, was sie wollen, ohne dass sie Konsequenzen zu fürchten hätten.

Wir haben uns heute beschäftigt mit den Grundlagen des Rassismus und mussten feststellen, dass der Rassismus im Gegensatz zu den Neonazis keine Randerscheinung ist, sondern sich immer wieder neu aus der Mitte der Gesellschaft entwickelt. Wir haben in Arbeitskreisen Kenntnisse erworben über das Auftreten der Neonazis, über die Demagogie der Neonazis, wenn sie gegen die Globalisierung ein „das eigene Volk zuerst“ setzen.

Wir haben uns sehr intensiv beschäftigt mit dem drohenden Aufmarsch der Neonazis Anfang April 2011 in Stolberg. Wir waren uns einig darin, dass die alljährlichen Aufmärsche eine Geißel für die Stadt Stolberg und die gesamte Region darstellen. Auf unterschiedlichen Wegen und mit unterschiedlichen Mitteln wollen wir gemeinsam den Neonazis die Lust an diesen Aufmärschen nehmen und uns ihnen entgegenstellen.

Die Konferenz diente auch dem Austausch zwischen den Menschen, die in ihren Gemeinden und Städten über die Verbrechen der Nazis 1933-1945 aufklären und vor allem Schülerinnen und Schüler motivieren, sich der Verantwortung zu stellen, um eine Gesellschaft zu bauen, in der Rassismus, Faschismus und Krieg keinen Platz haben. Die Vernetzung lokaler Geschichtsarbeit ist heute einen Schritt voran gekommen.

Die Notwendigkeit der weiteren Vernetzung unserer Arbeit ist offensichtlich. Wir können und wollen nicht „nur“ den Neonazis hinterherlaufen, sondern einen eigenen Beitrag für eine solidarische und nicht rassistische Gesellschaft entwickeln.

Eine Frage auf der Konferenz des nächsten Jahres soll deshalb sein: Wie kann eine Gesellschaft aussehen, die den Schwur von Buchenwald zur Grundlage hat: Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln und der Aufbau einer Welt der Freiheit und des Friedens.
Wir schlagen deshalb vor, die nächste Konferenz unter das Motto zu stellen:

„Antifaschismus ist mehr als eine Gegenbewegung“ Alsdorf, 2.10. 2010

„Nicht wegducken, sondern Flagge zeigen!“ (Super Sonntag 29.9.2010)

Regionalkonferenz „Aktiv gegen Rechts“ am kommenden Samstag in der Alsdorfer Gesamtschule

Region. Bürgermeister Alfred Sonders ist Schirmherr der Veranstaltung.

„Aktiv gegen Rechts – Gemeinsam diskutieren, informieren, handeln“ heißt es am kommenden Samstag, 2. Oktober, in der Alsdorfer Gesamtschule ab 10 Uhr, wenn dort die zweite Regionalkonferenz antifaschistischer Initiativen abgehalten wird. Nicht nur der jüngste Neonazi-Aufmarsch in Aachen zeige, dass in der Region nach wie vor gegengesteuert werden müsse, so die imposante Riege der Regionalkonferenz-Initiatoren im Vorfeld der polizeilich geschützten Veranstaltung. „Bürgerschaftliches Engagement gegen Rassismus und Neofaschismus ist heute unerlässlicher denn je und dies funktioniert am besten, wenn Netzwerke entstehen bzw. diese ausgeweitet werden“, weiß Kurt Heiler von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bundes der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VNN-BdA). Nach der aus Sicht der Veranstalter erfolgreichen ersten Regionalkonferenz in Eschweiler soll die Veranstaltung in Alsdorf noch mehr Ideen bzw.

Leitfäden gegen faschistische und rassistische Auswüchse im Aachener Raum liefern, zumal sich die Unterstützerliste im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht habe. An der von Neonazis gestörten Vorjahreskonferenz in Eschweiler hatten über 100 Menschen einen Tag lang gemeinsam informiert und diskutiert. In Alsdorf wird der Vormittag durch einen Vortrag des Wissenschaftlers Prof. Dr. Wolfgang Dreßen aus Düsseldorf gestaltet. Dreßen wird am Samstag ab 10.30 Uhr die Frage „Was ist der gesellschaftliche Nährboden für Rassismus?“ behandeln. Dabei geht es auch um die Debatte um das Buch von Thilo Sarrazin.

Diskussionbeiträge zum Vortrag sind ausdrücklich erwünscht. Nach einer kurzen Pause werden dann in Arbeitsgruppen Themen wie „Nazis erkennen“ sowie „Neonazismus und Globalisierung“ unter die Lupe genommen. Außerdem will die Konferenz einen Beitrag zur Verhinderung der jährlichen Naziaufmärsche Anfang April 2011 leisten sowie eine Arbeitsgruppe zum Austausch der Erfahrungen lokaler Geschichtsarbeit einrichten. Aus Sicht der Konferenz-Initiatoren lieferten Neonazi-Aufmärsche „strafrechtlich-relevante Vorkommnisse“, die es stärker zu ahnden gelte. Kurt Heiler vom VVN-BdA nannte als Beispiel ausländerfeindliche Hasstiraden von Neonazis bei einem Aufmarsch in Stolberg, die „man in keinem Fall als freie Meinungsäußerung durchgehen lassen“ könne. Trotz der Bedrohungen aus der rechten Szene sei ein beherztes Dagege-Stemmen für unsere demokratische Gesellschaft von enormer Bedeutung. „Da dürfen wir uns nicht wegducken und müssen Flagge zeigen!“, bringt es der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Alsdorf, Heinrich Plum, für alle Teilnehmer der Konferenz auf den Punkt. Die Konferenz in Alsdorf findet unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Alfred Sonders statt, der auch die Gäste begrüßen wird. Außer ihm rufen noch die Bürgermeister von Eschweiler, Rudi Bertram, und von Stolberg, Ferdi Gatzweiler, zur Teilnahme an der Konferenz auf.

Lokale Gruppen gegen Rassismus

Die Initiatoren der Konferenzen sind lokale Gruppen gegen Rassismus, Neofaschismus und Geschichstrevisionismus aus verschiedenen Städten und Gemeinden der Region. Die öffentliche Veranstaltung findet in den Räumen der Gustav-Heinemann Gesamtschule, Kurt-Koblitz-Ring in Alsdorf statt. Beginn ist um 10. Uhr. In der Mittagspause wird ein preiswertes warmes Gericht bereitgestellt.

Die Veranstaltung endet gegen 17 Uhr mit der Verabschiedung einer gemeinsamen Resolution. Nach § 6 Versammlungsgesetz sind Personen aus den rechtsextremen Parteien NPD, DVU, REPs, Pro NRW, aus KAL und anderen Neonazigruppen von der Teilnahme ausgeschlossen.

Quelle: Super Sonntag

„Das Netzwerk gegen Rechts ausbauen…“ (Super Sonntag)

2. Regionalkonferenz „Aktiv gegen Rechts“ in Alsdorf

Region. In Alsdorf, unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Alfred Sonders, findet am 2. Oktober die 2. Regionalkonferenz „Aktiv gegen Rechts“ statt. Die erste Konferenz hatte letztes Jahr in Eschweiler stattgefunden.

Bürgerschaftliches Engagement gegen Rassismus und Neofaschismus sei heute unerlässlicher denn je, so Kurt Heiler vom VVN (Verein der Verfolgten des Naziregimes), gleichzeitig Versammlungsleiter. „Das funktioniert am besten, wenn Netzwerke entstehen. Hierzu soll die Regionalkonferenz dienen“, so Heiler.

Auf der Vorjahreskonferenz in Eschweiler hatten über 100 Menschen einen Tag lang gemeinsam informiert und diskutiert. In Alsdorf wird der Vormittag durch einen Vortrag des Wissenschaftlers Prof. Dr. Wolfgang Dreßen aus Düsseldorf gestaltet. Dreßen wird zum Thema „Was ist der gesellschaftliche Nährboden für Rassismus“ sprechen. Er wird dabei u.a. auch die öffentliche Debatte um das Buch von Herrn Sarrazin behandeln.

Neonazismus und Globalisierung

In Arbeitsgruppen werden Themen behandelt wie „Nazis erkennen“ oder „Neonazismus und Globalisierung“. Außerdem will die Konferenz einen Beitrag zur Verhinderung der jährlichen Naziaufmärsche Anfang April 2011 leisten sowie eine Arbeitsgruppe zum Austausch der Erfahrungen lokaler Geschichtsarbeit einrichten. Neben Schirmherr Alfred Sonders rufen auch die Bürgermeister von Eschweiler, Rudi Bertram, und von Stolberg, Ferdi Gatzweiler, zur Teilnahme an der Konferenz auf. Initiatoren der Konferenzen sind lokale Gruppen gegen Rassismus, Neofaschismus und Geschichtsrevisionismus aus verschiedenen Städten und Gemeinden der Region.

Quelle: Super Sonntag

„VVN beruft 2. «Regionalkonferenz Aktiv gegen Rechts» ein“(AN 23.9.2010)

Alsdorf. Das Problem, und das besorgt Ralf Kahlen, ist nicht zu übersehen: «Rechte Umtriebe nehmen in der Region wieder zu», erklärt der erste Beigeordnete der Stadt Alsdorf. Als Beispiele nennt er die Schmierereien am jüdischen Friedhof in Aachen oder die von den rechten geplante Demonstration am Wochenende.

Dass die am Donnerstag verboten worden ist, dürfte auch Kurt Heiler von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) besonders freuen. Denn: «Wenn die Rechten durch das Ostviertel ziehen und sich dort Szenen aus Stolberg wiederholen sollten, hat das nichts mit Meinungsäußerung zu tun. Ich habe nur zu gut in Erinnerung, wie dort âAuch Türken haben Namen und Adressen´ skandiert wurde, da wurde Pogromstimmung geschürt.»

Froh ist Heiler, dass sich eine breite Masse von demokratischen Parteien, Initiativen und Privatpersonen zusammengefunden hat, um sich dem rechten Treiben entgegenzustellen.

Um die gemeinsame Arbeit gegnen Faschismus und Rechtsextremismus in Zukunft noch besser koordinieren zu können, hat der VVN die 2. «Regionalkonferenz Aktiv gegen Rechts» einberufen, bei der sich am Samstag, 2. Oktober, von 10 bis 17 Uhr in der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf Aktivisten und Politiker treffen und über die gemeinsamen Ziele beraten sollen.

Auf dem Programm stehen Vorträge und das Erarbeiten von Konzepten in Arbeitsgruppen. Die erste Regionalkonferenz fand 2009 in Eschweiler statt.

Quelle: Aachener Nachrichten

„Neonazis im Visier“ – titelt die Jungewelt

Am Samstag findet in Alsdorf bei Aachen die zweite Regionalkonferenz »Aktiv gegen rechts« statt
Von Mats Fogeman

Die Stadt Alsdorf ist eine der letzten Hochburgen der sogenannten Republikaner (REP). Bei der Kommunalwahl 2009 verlor die rechte Partei zwar deutlich an Stimmen, zog aber mit einem Ergebnis von 4,53 Prozent erneut in Fraktionsstärke in den Rat ein. Zum antifaschistischen Ratschlag am Samstag treffen sich deshalb in der ehemaligen Bergarbeiterstadt Aktive aus der Region Aachen. Die Schirmherrschaft über die zweiten Regionalkonferenz »Aktiv gegen rechts« hat Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) übernommen. Zur Teilnahme rufen Gewerkschaften, antifaschistische Gruppen wie die VVN-BdA, die »Kirche gegen rechts im Bistum Aachen«, Parteien und mehrere Bürgermeister aus der Region auf.

Neben einem Erfahrungsaustausch und der Diskussion über Widerstandsformen gegen neofaschistischen Einfluß soll die Tagung auch der besseren Vernetzung der in der Region aktiven Initiativen dienen. Der Großraum Aachen gilt als einer der Schwerpunkte der extremen Rechten in NRW. In den Räten der Städte Düren, Stolberg (Städteregion Aachen) Erkelenz, Hückelhoven (beide Kreis Heinsberg) sowie den Kreistagen Heinsberg und Düren ist die NPD mit Einzelabgeordneten vertreten. Immer wieder marschieren Neonazis in der Region auf – zuletzt am vergangenen Wochenende in Aachen.

Nach einem einleitenden Vortrag zum Thema »Was ist der gesellschaftliche Nährboden von Rassismus?« von Prof. Dr. Wolfgang Dreßen, ehemaliger Leiter der Arbeitsstelle Neonazismus an der FH Düsseldorf, vertiefen die Teilnehmer in Arbeitsgruppen einzelne Aspekte des Kampfes gegen rechts. Michael Klarmann, der sich als Journalist schon lange mit der extremen Rechten in Aachen beschäftigt, geht der Frage nach, wie sich in Zeiten relativ neuer Erscheinungsformen, Stichwort »Autonome Nationalisten«, Neonazis heutzutage erkennen lassen. Vertreter der »Antifaschistischen Koordination Köln und Umland« (AKKU) stellen Konzepte zur Verhinderung der für April 2011 geplanten Neonaziaufmärsche in Stolberg zur Diskussion. Wie sich der Neonazismus zur Globalisierung verhält, untersucht Jens Zimmermann. Winfred Casteel und Nicole Ehlers, beide von der Volkshochschule Aachen, berichten über die Arbeit lokaler Geschichtsinitiativen, die sich kritisch mit dem Thema »Nationalsozialismus« auseinandersetzen.

Die öffentliche Konferenz findet am Samstag, 2. Oktober 2010, von 10 bis 17 Uhr in der Gustav-Heinemann-Gesamtschule (Am Klött 1, Alsdorf) statt.
Die Veranstalter weisen darauf hin, dass Mitglieder und Anhänger rechter Parteien und neonazistischer Gruppen von der Teilnahme ausgeschlossen sind.

Quelle: Junge Welt vom 29.9.2010

Schlusserklärung der Regionalkonferenz „Aktiv gegen Rechts“ [2009]

Die Region Aachen ist gekennzeichnet vom häufigen und gewalttätigen Auftreten neonazistischer Gruppen. Die Gewaltdelikte und Propagandadelikte von Rechts sind in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. In diesem Umfeld führten wir mit ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die erste Regionalkonferenz „Aktiv gegen Rechts“ durch. Die Teilnahme von drei Bürgermeistern aus Eschweiler (Schirmherr), Stolberg und Aachen (OB) sowie zahlreicher lokaler Initiativen unterstreicht die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit.

Wir haben mit dem Ziel der Vernetzung der lokalen Initiativen zu dieser Konferenz eingeladen. Im Plenum hatten wir einen Austausch über Widerstandsformen gegen Neonazismus. In Arbeitsgruppen vertieften wir unsere Kenntnisse über Erscheinungsformen der äußersten Rechten. Auf Infotafeln und Infotischen konnten die Besucher die Vielfalt lokaler Initiativen kennen lernen. Von der Erinnerungsarbeit an die Verbrechen des Faschismus bis zur Blockadeaktion gegen Nazi-Auftritte reichte die Spannbreite der Erfahrungen vor Ort.

Die Konferenz war starken Anfeindungen neonazistischer Gruppen ausgesetzt. Der bekennende Hitler Verehrer Reitz hatte zu einer Demonstration in Aachen aufgerufen, um seine Gegner zu spalten. Außerdem provozierte er mit einer Ankündigung, am Bahnhof von Eschweiler eine Kundgebung durchführen zu wollen.

Wir haben uns nicht von unserem Ziel abhalten lassen, unsere Regionalkonferenz stattfinden zu lassen. Deutlich wurde, dass die antifaschistische Bewegung arbeitsteilig mehrere Herausforderungen annehmen kann, einerseits eine Konferenz wie geplant durchführen und gleichzeitig den Neonazis Paroli bieten.

Die Probleme wegen derer wir uns getroffen haben, sind mit der Konferenz nicht beseitigt. Immer noch können und dürfen Neonazis in der Region Demonstrationen durchführen, die von der Polizei geschützt werden (bzw. aus deren Sicht geschützt werden müssen). Immer noch begehen Neonazis Straftaten (in der Region pro Tag eine) und werden kaum oder unzureichend zur Rechenschaft gezogen.

Wir warnen erneut vor der Verharmlosung von Rassismus und Neonazismus in der Region. Wir finden uns nicht damit ab, dass die gefährlichen Ideen der Neonazis als Teil der Demokratie betrachtet werden. Für uns ist Faschismus keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

Deshalb plädieren wir für Unduldsamkeit und zivilen Ungehorsam in der Auseinandersetzung mit dem Neofaschismus. Wir bitten die Kommunen und Kommunalparlamente, die Forderungen unserer Konferenz ernsthaft zu diskutieren und nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.

Die nächste regionale Herausforderung wird die angekündigte Demonstration von Neonazis Anfang April in Stolberg sein. Wir wollen uns dieser alljährlichen Provokation gemeinsam entgegenstellen und den Neonazis die Lust auf öffentliche Auftritte nehmen.

Wir verstehen unsere Konferenz als ersten Schritt der Vernetzung. Wir planen, diesem ersten Schritt weitere folgen zu lassen und in ca. 1 Jahr einen neuen Anlauf für eine weitere Konferenz zu unternehmen.

Vom Plenum der Konferenz verabschiedet, Eschweiler 31.10.2009

Bericht der AN Lokalteil Stolberg zur Konferenz 2009

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Zeitungsbericht der AZ Aachen zur Regionalkonferenz 2009

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Homepage zur Regionalkonferenz

Hier startet die Seite zur 2. Antifaschistischen Regionalkonferenz „Aktiv gegen rechts“ welche am 2. Oktober an der Gustav-Heinemann Gesamtschule in Alsdorf stattfindet. Die Seite dient zur weiteren Information über die Konferenz im Oktober.